Lions-Jazz 2017

Liebe Jazzfreunde,
1917 entstand in Illinois die Lions-Idee. Die Mitglieder von Lions sollten die gegenseitige Verständigung unter den Völkern der Welt wecken und erhalten - dieses Ziel ist heute aktueller den je. Lions fördern zudem die Grundsätze eines guten Staatswesens und den Bürgersinn. Sie diskutieren offen die Fragen der Zeit und dienen der Gesellschaft. Zur Lions-Idee gehört auch, aktiv für die Bürgerliche , kulturelle und allgemeine Entwicklung der Gesellschaft einzutreten.
Das 100-jährige Lions-Jubiläum haben die Mannheimer Lions-Clubs zu Anlass genommen, neben anderen Aktivitäten ein Jazz-Festival zu organisieren. Es soll den Künstlern der Region eine Bühne geben. Es soll die kulturelle Vielfalt Mannheims fördern und mit dem Jazz-Konzert für Kinder diesen einen Zugang zur Musik eröffnen. Musik ist eine Sprache, die weltweit verstanden wird und die Menschen verbindet.
Wir sind froh, dass wir mit Thomas Siffling einen herausragenden Jazzmusiker der Region gewinnen konnten, als Kurator für unser Projekt zu arbeiten. Ihm verdanken wir das ansprechende Programm, das für jeden Geschmack etwas bietet, ohne beliebig zu sein. Er hat auch den Spielort in der Lanz-Villa aufgetan, der sicherlich für Mannheim etwas Besonderes ist.
Wir bedanken uns an dieser Stelle bei allen Sponsoren, ohne die das Programm nicht möglich gewesen wäre und bei allen helfenden Händen, die uns unterstützt haben.
Genießen Sie das Programm, es hält einige Schmankerl bereit! 

Mit besten Lions-Grüßen
Martin Proba
Lions-Club Mannheim

Lions-Jazz 2017 Programm

Freitag 10.03 - Sonntag 19.03
Salon du Palais, Lanz Villa 
Erzberger Str. 18 in 68165 Mannheim
Festival-Pass: 100 Euro
Einzel-Karte: 25 Euro, ermäßigt 15 Euro
Das Konzert Jazz für Kinder: kostenfrei
Vorverkauf: www.eventbrite.de
Stichwort Lions Jazz 2017

Janice Dixon

Freitag 10.03

Peter Lehel & Wolfgang Meyer 

Samstag 11.03

Vincent Klink & Patrick Beebelar 

Sonntag 12.03

The Art of Duo · Ditzner, Lömsch 

Freitag 17.03

Leroi & Herzer  

Freitag 17.03

Thomas Siffling 
„kind of blue“ 

Samstag 18.03

ausverkauft!!

Alexandra Lehmler, Matthias Debus 

Sonntag 19.03

Janice Dixon: 
My Jazz World

Fr. 10.3.
Konzertbeginn 20 Uhr, 
Einlass 19 Uhr

Die Ausnahmesängerin Janice Dixon ist eigentlich ein Opernstar, der die großen Bühnen der Welt kennt, dessen heimliche Liebe aber der Jazz ist. Die in New York als Tochter eines Jazz-Saxophonisten geborene Sopranistin erhielt ihre Ausbildung an der Aaron Copland School of Music, die sie erfolgreich in Gesang, Klavier und Geige abschloss. Sie arbeitete erfolgreich mit renommierten Orchestern wie u.a. dem „Cleveland Symphony Orchestra“, dem „New York Philharmonic Orchestra“ und dem „Virginia Symphony Orchestra zusammen und war mit der Rolle der Bess aus Gershwins „Porgy and Bess“ auf einer ausgedehnte Tournee durch die U.S.A., gastierte dann damit in Melbourne, Australien, beim ersten „Spoleto-Festival“, danach im Pariser „Chatelet“, im „Concertgebouw“ in Amsterdam ebenso wie in der Londoner „Royal Albert Hall“. 
Die Rolle der Bess in Gershwins „Porgy an Bess“ brachte Janice Dixon schließlich auch nach Berlin an das „Theater des Westens“, wo sie unter der Regie von Götz Friedrich ihren ersten großen Erfolg in Deutschland feierte. Seitdem ist sie an den größten und bedeutendsten deutschen Opernhäusern engagiert, wie u.a. „Deutsche Staatsoper Berlin“, „Deutsche Oper Berlin“, „Deutsche Oper am Rhein Düsseldorf“, „Prinzregententheater München“, „Nationaltheater Mannheim“, „Oper Frankfurt“, sowie am Staatstheater von Hannover, Wiesbaden, Saarbrücken und Kassel. Bereits im Jahre 1998 hat Janice Dixon u.a. zusammen mit Obi Jenne die erste Jazz-Veröffentlichung „Take One“ herausgebracht. Mit Obi Jenne am Schlagzeug, Mini Schulz am Bass und Olaf Polziehn am Piano wird Janice Dixon von einer großartigen Band begleitet. In kreativen Zusammenspiel eines Opernstars mit Musikern der Jazzszene entstehen stets fantastische und neue Interpretationen. Bei dem Konzert werden wichtige Komponisten der Jazz- und Souljazzgeschichte vorgestellt, deren Stücke in neuen Arrangements präsentiert werden. Im Vordergrund steht an diesem Abend natürlich die unvergleichlich schöne und intensive Stimme von Janice Dixon. 
Mehr Infos unter: http://www.janicedixon.com/ 
Besetzung: Janice Dixon (voc, perc); Olaf Polziehn (p); Mini Schulz (b); Obi Jenne (dr) 

Wolfgang Meyer 
& Peter Lehel: 
Boleros, Choro e 
Bossa Nova

Sa. 11.3.
Konzertbeginn 20 Uhr, 
Einlass 19 Uhr

Mit ihrem Programm „Boleros, Choro e Bossa Nova“ widmen sich die beiden kongenialen Holzbläser, Klarinettist Wolfgang Meyer, Saxophonist Peter Lehel und Henning Wiegräbe an der Posaune Posaune der großartigen Musiktradition Südameri-kas. Choro ist ein traditioneller, hoch virtuoser wie auch melancholischer Musikstil, der sehr wahrscheinlich um 1870 in Rio de Janeiro als Fusion von populärer europäischer Musik (Polka, Walzer) und afrikanischer Musik entstanden ist.
Die meisten Choros werden in einem relativ hohen Tempo gespielt. Die besondere Phrasierung der Choros ist vergleichbar mit dem Feeling des swingenden Jazz. Die Affinität zum Jazz zeigt sich auch darin, dass bei den Choros die Improvisation eine bedeutende Rolle spielt. In Europa ist dieser Musikstil weitgehend unbekannt, erfreut sich aber in den letzten Jahren wachsender Popularität. Bossa Nova verbindet auf wunderbare Weise die Rhythmen Brasiliens mit den Errungenschaften des Jazz und zählt zu den charmantesten Musikstilen überhaupt. Musiker wie der großartige Stan Getz, der die Werke von A.C. Jobim meisterhaft interpretierte, haben den Bossa Nova seit den 1960er Jahren weltweit positioniert. Peter Lehel ver-bindet in seinen feinfühligen Arrangements einige der bekanntesten und schönsten Boleros und Liebeslieder aus der Welt des Latin Jazz, aber auch in seinen eigenen Kompositionen die unverwechselbare Atmosphäre etwa des „Buena Vista Social Club“ mit allerfeinsten Anklängen an Musiktypen, die eher in Europa zu Hause sind.
Dabei erweist sich die Kombination der beiden Hauptinstrumente als verblüffend wirkungsvoll:
Hier der charaktervoll voluminöse und warme Klang des Saxophons, der durchaus auch einmal so rauchig wie ein guter Whiskey sein darf, da die weiche, fast behutsame und zärtliche Stimme der Klarinette. Hier scheinen sich zwei Freunde zur Unterhaltung getroffen zu haben, die aus einander entgegen gesetzten Richtungen gekommen sind.
Wolfgang Meyer - clarinet · Peter Lehel - saxophone ·
Henning Wiegräbe - posaune · Ull Möck - piano · Axe Kühn - bass · Obi Jenne - drums
[ © Foto: Claudia Lehel ]

Vincent Klink - Patrick Beebelar: Immer dem Bauch nach

So. 12.3.
Konzertbeginn 20 Uhr, 
Einlass 19 Uhr

Vincent Klink liest neue Texte, die den Zeitgeist kritisch reflektieren. Es geht um gutes Essen, um Nahrungsverbrechen, um Fragen des modernen Lebens und dem Wahnsinn unserer Zeit. Vincent Klinks Berichte handeln aber auch von den schönen Dingen des Lebens, dem Wohlleben und von schönen Traditionen. Gelesen wird aus den Büchern die im Rowohlt-Verlag er-schienen sind und vor allem aus dem neuen Buch „Voll ins Gemüse mit Vincent Klink“.
Ergänzend wird zum Bassflügelhorn gegriffen und mit dem Pianisten Patrick Beebelar moderner Jazz geboten, der ange-nehm in Ohr und Beine geht. Patrick Beebelar wurde im Jahr 2000 mit dem „Jazzpreis Baden- Württemberg“ ausgezeichnet. Er wurde vor allem durch Crossover von Klassik, Straight-Jazz und der Musik anderer Kulturen bekannt. International kon-zertiert er von New York bis Bombay, von Stuttgart bis Kapstadt. Er komponierte im Auftrag der Internationalen Bachakade-mie und für das Deutsche Literaturarchiv.
Vincent Klink kann es eigentlich nicht leiden, wenn er Fernsehkoch genannt wird, weil das mittlerweile mit Product-Placement und sonstigem Werbung gesampelt wird. Klink ist völlig werbeunabhängig und kann deshalb das sagen, was sich mancher nicht leisten kann. Sein „Ding“ ist die Küche des Restaurants „Wielandshöhe“, das Schreiben, der Kräutergarten und sein Bassflügelhorn. 
[ © Foto: Rüdiger Schestag ]

Erwin Ditzner Part I - Lömsch Lehmann Part II : High Energy Jazz

Fr. 17.3.
Konzertbeginn 20 Uhr, 
Einlass 19 Uhr

Die Geschichte des Ditzner Lömsch Duos reicht lange zurück. Erste Begegnungen fanden noch im Heidelberger Haus Buhl statt. Eine Tatsache, die manchen Szenekenner jetzt vielleicht nostalgisch stimmen wird. Ende der 1980er Jahre gründe-ten Erwin Ditzner und Bernd »Lömsch« Lehmann zusammen mit dem Bassisten Sebastian Gramss das Trio „Sind sie außer Gefahr?“ und pfl egten gemeinsam „die hohe Kunst der kompromisslosen freien Improvisation“ (Ditzner). 2011 war dieses Trio nach fast zehnjähriger Pause noch einmal gemeinsam im Rahmen von Enjoy Jazz zu bestaunen, hatten die drei Musiker zuvor doch nur in wechselnden Duo-Konstellationen gespielt.
Bereits seit 2007 besteht das volatile Ditzner Lömsch Duo, das 2008 mit dem vorzüglichen Album „Schwoine“ (auf fixcel records) mit experimentierfreudig gewitzter Musik jenseits aller musikalischen Moden begeisterte. An diesem Abend nun präsentiert das Duo ein neues Album mit Material, das mal nicht dem High Energy-Spiel verpfl ichtet ist und atmosphärisch von „El Corazon“, dem Duo-Klassiker von Don Cherry und Ed Blackwell, inspiriert ist. Stücke von Charlie Parker, Miles Davis und der Sound einer Bontempi-Orgel dürften wohl außerdem erwartet werden. 
Erwin Ditzner ….drums

Lömsch Lehmann …reeds 
www.ditzner.de
www.loemsch.de

Leroi - Herzer: Mission Tango – 
The Art of Duo

Fr. 17.3.
Konzertbeginn 20 Uhr, 
Einlass 19 Uhr

Leroi - Herzer haben die Mission des Tangos verinnerlicht: In zahllosen Konzerten und zwei CDs haben sie den Tango in seiner reinen und traditionellen Form gespielt, studiert, durchdrungen und geatmet. Und so sind sie von virtuosen Interpre-ten des Genres zu sensiblen Komponisten gereift, die jetzt mit ihrem dritten Album „Deux Nous“ ihre eigene Stimme erheben - mit elf Eigenkompositionen, die variantenreich, überraschend und oft auch augenzwinkernd die vielfältigen Abzweigun-gen des Tango-Stammbaums durchspielen: Vom Tango Clásico bis zum als „Far West“ klassifizierten „Django‘s Tango“, vom Finnischen Tango bis zu den launischen Tango-Cousinen Vals und Milonga.
Auf der CD schon das reine Vergnügen, eröffnet sich live eine weitere Dimension: Leroi-Herzer präsentieren mit ihren Kon-zerten eine wunderbare Mixtur aus Klassikern und Eigenkompositionen, aus Freude, Trost und Lebensklugheit in musikali-scher Form - übrigens auch begleitet von unübertroffen lakonischen Kommentaren zur Geschichte der einzelnen Stücke. Ja, das Leben ist traurig, aber so traurig nun auch wieder nicht.
Laurent Leroi: Akkordeon
Michael Herzer: Kontrabass
www.leroi-herzer.de 
[ © Foto: b7ue ]

Thomas Siffling Tribute to Miles Davis –
„Kind of Blue“

Sa. 18.3.
Konzertbeginn 20 Uhr, 
Einlass 19 Uhr

Was haben Miles Davis und Thomas Siffling gemein? Zum einen die innige Beziehung zu Ihrem Instrument und zum anderen die Gabe dieses so zart und zugleich intensiv spielen zu können. In diesem Jahr würde Miles Davis, der mit die größte Inspiration des Trompeters ist, seinen 90. Geburtstag feiern. Zu diesem Anlass nehmen sich Siffling und die talentiertesten und ambitioniertesten Künstlern des ganzen dem wohl größten, musikalischen Meisterwerk der Jazzgeschichte an, dem Album ‚Kind of Blue‘. Präsentiert wird ein bis dato einmaliger Jazz-abend mit einem völlig zeitlosen Thema, interpretiert von Musikern auf der absoluten Höhe unserer Zeit.
Thomas Siffling – Trompete
Jürgen Bothner – Tenor Saxophon
Olaf Schönborn – Alto Saxophon
Mini Schulz – Bass
Oliver Strauch – Drums
Volker Engelberth – Piano (Jazzpreisträger des Landes Baden-Württemberg 2016)
[ © Photo by Laura Carbone ]

Herr Hering, die liebe Frau Gerburg & die Jazzband
Ein Jazz-Konzert für Kinder

So. 19.3.
Konzertbeginn 11 Uhr, 
Einlass 10 Uhr

Am Anfang sind die Geräusche – Wind, Möwen, Meer, Regen, Gewitter und mitten in diesen Krach kommt ein Elefant aus der Steppe, der tanzen kann. Dadurch finden alle Instrumente des Jazz-Quartetts von Herrn Hering schließlich zu einer Melodie und schon sind die Kinder mitten im Jazz. Was ist Jazz? Wie klingt er? Und wie kann man hören, dass es Jazz ist?
Anhand von bekannten Liedern, die ganz einfach zum mitsingen sind finden die Kinder heraus, dass ein Rhythmuswechsel das Lied ganz anders klingen lässt. Und wenn aus dem Original von „Old Mac Donald“ plötzlich ein Bossa -Nova oder ein Blues wird, dann wird klar, wie weit der Jazz schon um die Welt gereist ist. Schwerpunkt des Jazzkonzertes sind natürlich auch die Instrumente, die es zu erforschen gibt.
Die Luftsäule und das erzeugte Vibrato, das dem Vibraphon seinen Namen gegeben hat. Oder das kleine Holzplättchen am Saxophon- Mundstück, wegen dem das Saxophon in die Kategorie der Holzblasinstrumente gehört. Warum der Herr Hering am Schlagzeug so viele einzelne Trommeln braucht und warum der Kontrabass zum Zupfen und zum Streichen gut ist. Im Gespräch mit den Kindern werden alle diese Fragen musikalisch beantwortet und vor allem am Schluss gibt’s eine herrliche Überraschung, die auch die Lehrer und Lehrerinnen nicht mehr auf ihren Stühlen halten wird.
Besetzung: Gerburg Maria Müller – Moderation · Stefan „Hering“ Cerin - Schlagzeug/Moderation ·
Alexandra Lehmler – Saxophon · Claus Kiesselbach – Vibraphon · Matthias Debus – Bass
[ © Foto: Rolf Freiberger ]

Wir bedanken uns für die Unterstützung bei

Ernst Kristian Andersen, 
Baier Digitaldruck GmbH,
Prof. Dr. Wolfgang Bühler, 
Peter Hohagen, 
der IGMH,
Wolfgang Hutt, 
Prof. Dr. Norbert Loos, 
Steffen Philipp, 
Martin Proba, 
Dr. Ulrich Schirmer, 
der Dr. Rolf M. Schwiete Stiftung,
der VR Bank Rhein-Neckar, 
Dr. Axel Weber